Carl Theodor Herrmann Steudner

Aus Biographisches Lexikon der Oberlausitz
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Name = [Steudner] (auch irrtümlich: Steudtner)
Vorname = [Carl] [Julius] [Theodor] [Hermann]
Titel = Dr. phil.
Geburtsdatum = [01.09.1832]
Geburtsort = [Greiffenberg] / Schlesien
Sterbedatum = [10.04.1863]
Sterbeort = [Wau / Afrika]
Amt/Beruf = [Arzt], [Botaniker], [Afrikaforscher]
Familie =
Vater: Carl Theodor Hermann Steudner (*11.09.1806 Greiffenberg, +09.05.1832 Greiffenberg), Leinwandkaufmann
Mutter: Juliane Louise Mathilde geb. von Monsterberg (*27.09.1809 Görlitz, +23.09.1876)
Geschwister: keine
Kinder:
Bemerkungen = frühes Interesse an der Naturkunde, Gymnasium und Realschule Görlitz, 1850 Studium der Naturwissenschaften in Berlin und ab 1852 der Medizin in Würzburg, wichtige botanische Arbeiten, bedeutende Verdienste um die Erforschung des afrikanischen Kontinents, Ehrenmitglied der Naturforschenden Gesellschaft Görlitz
Werke =
* Belege im Flechtenherbar des [Senckenberg_Museum_für_Naturkunde_(Görlitz) Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz]
* Exponate in der Sammlung afrikanischer Gewächse im Berlin-Dahlem Botanischen Museum Berlin, Kew Royal Botanic Gardens London, Natural History Museum London, Muséum national d'Histoire naturelle Paris, Swedish Museum of Natural History Stockholm, South African National Biodiversity Institute National Herbarium Pretoria
* Insektensammlung (spec. Coleopt.) im Zoologischen Museum und Gesteine im Mineralogischen Museum (heute: Museum für Naturkunde Berlin)
* Reiseberichte in "Zeitschrift der Berliner Gesellschaft für Erdkunde" und "Zeitschrift für allgemeine Erdkunde" 1861-1864 (Quellen)
* Nachweise in: Ludwig Rabenhorst, "Die Süsswasser-diatomaceen(bacillarien): Für Freunde der Mikroskopie", E. Kümmer, 1853; "Die Algen Sachsens", Dresden, Leipzig, 1848-1860, "Die Algen Europas", Dresden, 1861-1882
* Nachweise in: Georg Schweinfurth, "Beiträge zur Flora Aethiopiens", G. Reimer Berlin, 1867
* Briefe an seine Mutter, Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz
Literatur =
* Gärtner, "Teilnehmer der Abessinien-Expedition (Heuglin-Steudtner-Munzinger)", Tagebücher der Expedition 1862/1863, Nachlass, im Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig
* Th. v. Heuglin, "Bericht über seine und Dr. Steudner's Reise von Chartum den Bahr el abiad und Bahr ghasál hinauf bis zum See Req", "Die deutsche Expedition in Ost-Afrika, 1861 und 1862: Zusammenstellung der astronomischen, hypsometrischen und meteorologischen Beobachtungen, und der trigonometrischen und itinerarischen Aufnahmen von v. Heuglin, Kinzelbach, Munzinger und Steudner im ost-ägyptischen Sudan und den nord-abessinischen Grenzlanden", "Die Tinne'sche Expedition im westlichen Nil-Quellgebiet 1863 und 1864", Mittheilungen aus Justus Perthes' Geographischer Anstalt, Gotha, 1862-1865
* Th. v. Heuglin, "Reise nach Abessinien, den Gala-Ländern, Ost-Sudán und Chartúm in den Jahren 1861 und 1862", mit einem Vorwort von Alfred Brehm, Jena Costenoble, 1868
* Th. v. Heuglin, "Reise in das Gebiet des Weißen Nil und seiner westlichen Zuflüsse in den Jahren 1862 bis 1864", Leipzig [u.a.] Winter, 1869
* James Quirin, "Caste and Class in Historical North-West Ethiopia: The Beta Israel (Falasha) and Kemant", The Journal of African History, Cambridge University Press, Vol. 39, 1998, S. 195-220
* Georg Cufodontis, "Supplement: Enumeratio Plantarum Aethiopiae Spermatophyta (Sequentia)", Bulletin du Jardin botanique de l'État a Bruxelles, Vol. 34, Fasc. 4, 31.12.1964

Inhaltsverzeichnis

Weblinks

Biographie

Kindheit und Jugend in Greiffenberg und Görlitz

Carl Julius Theodor Hermann Steudner stammte aus begüterten Verhältnissen. Sein Vater, Carl Theodor Hermann Steudner, war ein reicher Leinwandkaufmann, verstarb jedoch schon vor der Geburt des einzigen Sohnes im schlesischen Greiffenberg. Hier waren die Steudners seit Jahrhunderten ansässig und hatten mehrfach das Amt des Bürgermeisters inne. Mehrere Familienmitglieder arbeiteten als Ärzte. S. besuchte in Greiffenberg Elementarschule und höhere Bürgerschule. Deren Rektor Laubichler weckte die Begeisterung des Jungen für Botanik und Geologie, die sich in gemeinsamen Exkursionen zum benachbarten Riesengebirge weiter festigte. 1843 zog die Mutter mit ihrem Sohn nach Görlitz, damit er auf eines der berühmtesten Gymnasien Schlesiens, das Augustum im ehemaligen Franziskanerkloster, gehen konnte. Hier war er mit Robert von Gößnitz befreundet. 1846 wechselte S. auf die Realschule Görlitz, wo er 1850 das Abitur ablegte.

Studium in Berlin und Würzburg (1850-54)

S. studierte zunächst ab 1850 Naturwissenschaften in Berlin, wobei sein hauptsächliches Interesse der Mineralogie und Botanik galt. Eigentlich hatte er Medizin studieren wollen, tatsächlich belegte er aber v. a. Allgemeine Naturgeschichte, Botanik, Pflanzengeographie, Geognosie, Versteinerungskunde, Zoologie, Chemie, vergleichende Physiologie und mikroskopische Botanik. Zu seinen Lehrern zählten Christian Gottfried Ehrenberg (Begründer der Mikropaläontologie), Heinrich Wilhelm Dove (Begründer der heutigen wissenschaftlichen Meteorologie und Wettervorhersage) und Carl Ritter (Wegbereiter einer wissenschaftlichen Geografie). 1852 begann S. ein Medizinstudium in Würzburg. Hier lernte er Rudolf Virchow kennen, der wegen seiner Beteiligung an der Märzrevolution Berlin hatte verlassen müssen und von 1849 bis 1856 in Würzburg lehrte. S. war mit dem späteren "deutschen Darwin" Ernst Haeckel befreundet. Sie besuchten Virchows Vorlesung zur "allgemeinen pathologischen Anatomie" und dessen berühmten "pathologisch-anatomischen Mikroskopierkurs" sowie Lehrveranstaltungen u. a. bei Franz von Rinecker und Albert von Kölliker. Außerdem hörten sie Botanik-Vorlesungen bei August Schenk, unternahmen mit ihm botanische Exkursionen und arbeiteten an dessen Herbarium. Aus der Würzburger Zeit stammt ein Teil des Flechtenherbars des Staatlichen Museums für Naturkunde Görlitz.

Entscheidung für die Botanik

S. kehrte 1854 nach Berlin zurück. Nach Ableistung seiner Militärpflicht war er zwischenzeitlich an der philosophischen Fakultät immatrikuliert, wo er vermutlich auch promovierte. Er befasste sich anschließend mit Garten- und Heilpflanzen und arbeitete an einer umfassenden Pflanzen-Geographie. Dazu unternahm er Exkursionen in alle deutschen Gebirge, in die österreichischen Alpen und die Lombardei. Es entstanden viel beachtete Arbeiten zur Botanik, z. B. 1857 eine Monographie zu Thalia L. und eine vermutlich unvollendet gebliebene Arbeit zur übergeordneten Familie der Pfeilwurzgewächse. Einige seiner Nachweise, darunter aus Görlitz, wurden von dem bedeutenden Botaniker Ludwig Rabenhorst publiziert. (Im Oberlausitzherbar des Museums für Naturkunde Görlitz befinden sich über 160 botanische Belege von einem "K.H. Steudtner". Sie werden in der Literatur vollständig seinem Namensvetter Karl Hermann Steudtner zugeordnet.) Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit dem Botaniker Karl Koch gewesen, in dessen Familie er wie ein Sohn aufgenommen wurde. Koch war Generalsekretär des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues im Preußischen Staate und ist v. a. für die Einführung und Sichtung exotischer Gehölze im Auftrag Lenné's und seine Arbeiten an der Taxonomie des Pflanzenreichs bekannt geworden. (Mit Hermann Pückler und Carl Eduard Adolph Petzold in Muskau arbeitete Koch ebenfalls zusammen.) In Berlin wurde S. 1860 in die Gesellschaft Naturforschender Freunde gewählt und er knüpfte Kontakte zur Gesellschaft für Erdkunde. Er beteiligte sich - wie auch Pückler - an der von Carl Ritter gegründeten Stiftung. Dessen Nachfolger im Amt des Präsidenten der Gesellschaft, Heinrich Barth, weckte ihn ihm das Interesse am "Schwarzen Kontinent" und er beteiligte sich an der vom Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha initiierten Expedition in die Nilländer.

Reise nach Äthiopien (1861/62)

Als Vorbereitung für die Expedition des berühmten Afrikareisenden Theodor von Heuglin in die Nilländer lernte S. die arabische Sprache. Nach der Ankunft am 4.3.1861 in Alexandria besuchte er zunächst die Hafenstadt Rosette im Nildelta und erforschte die Umgebung Kairos. Das Ziel der Expedition bestand in der Aufklärung des Schicksals des Afrikaforschers Eduard Vogel aus Leipzig, der seit 1855 als verschollen galt. Es wurde vermutet, dass er in das für Europäer gesperrte Sultanat Wadai (heute östlicher Tschad) eingedrungen war. Neben S. als Botaniker und Geologe gehörten auch der Astronom und Meteorologe Gottlob Theodor Kinzelbach und als Präparator der spätere österreichische Honorarkonsul in Khartum, Martin Hansal, zur Gruppe. Um ungünstigen klimatischen Verhältnissen in Khartum, dem eigentlichen Ausgangspunkt der Suche in Wadai, zur Reisezeit aus dem Weg zu gehen und mehr Zeit zur Akklimatisierung zu gewinnen, wählte man einen Umweg über Abessinien als Reiseroute. Die Erforschung und kartografische Erfassung unbekannter Landstriche stellte aber nur ein Nebenziel der Expedition dar. Die Reise führte von Kairo nach Suez und gemeinsam mit Mekka-Pilgern auf einem Dampfschiff nach Dschidda (heute Saudi-Arabien), bevor man auf einer Barke über das Rote Meer nach Massaua (Eritrea) übersetzte, das am 17.6.1861 erreicht wurde. Auf dem nahen Dahlak-Archipel führten sie ornithologische und botanische Studien durch. Aus dem Land der Bogos kommend, dem nächsten Ziel, stieß der Ethnograph Werner Munzinger hinzu. Auf Maultieren und Kamelen erreichte die Gruppe über Keren auf ihrer Reise durch das raue Hochland Abessiniens am 14.11.1861 Adua. S. interessierte sich neben der Flora v. a. für die afrikanische Naturmedizin. In Adua wurden sie schon von dem berühmten Botaniker Wilhelm Schimper erwartet. Auch Schimper empfahl der Expedition, statt direkt nach Khartum zu reisen, zunächst beim abessinischen Kaiser Tewodros freies Geleit zu erbitten. Der führte Krieg gegen abtrünnige Stämme in der südlich gelegenen Galla-Provinz. Auf der Suche nach dem Kaiser kam die Gruppe zuerst nach Gonder und über Gaffat bei Debra Tabor am 15.3.1862 zur Festungsstadt Magdala. Nachdem sie den Kaiser im Kriegslager auf der Hochebene Edschebet bei den Kollo-Bergen erreicht hatten, ließ dieser sie jedoch zunächst nicht frei weiterreisen. Die Gruppe wurde Zeuge brutaler Plünderungen. Nach dreiwöchigem Aufenthalt durften sie am 25.4.1862 zusammen mit dem Dessauer Botaniker und Zeichner Christoph Eduard Zander aufbrechen. Heuglin und S. hatten im Unterschied zu Munzinger und Kinzelbach ab Adua die geplante Route verlassen und nutzten die kreuz und quer durch das nördliche Abessinien führende Suche nach dem Kaiser zu systematischen wissenschaftlichen Untersuchungen; S. gewährte den Einheimischen wiederholt medizinische Hilfe. Am Tanasee vorbei kamen sie unterhalb der Einmündung des Rahad zum Blauen Nil, über den sie schließlich am 6.7.1862 Khartum im Sudan erreichten. Hier erfuhren sie, dass Heuglin wegen seiner "Eigenmächtigkeit" die Leitung der Expedition - und damit die finanzielle Unterstützung - entzogen worden war.

Weiterreise nach Zentralafrika (1863)

Während eines mehrmonatigen Zwangsaufenthalts unternahmen Heuglin und S. auf den Spuren des österreichischen Botanikers Theodor Kotschy zunächst eine dreiwöchige Reise nach Kurdufan. Sie erhofften sich auch gesundheitliche Besserung durch das angenehmere Klima. Danach nahmen sie eine Einladung der holländischen Hofdame und Abenteurerin Alexandrine Tinné an. Deren Expedition startete am 25.1.1863 nach den im Südwesten Sudans gelegenen und bis nach Zentralafrika reichenden Quellgebieten des Weißen Nils. S. war begeistert von der guten Ausrüstung Tinné's, die einen Dampfer für ein Jahr gemietet hatte und der Barken, 150 Träger, Leibwächter und 40 Maultiere zur Verfügung standen. Die Reise führte stromaufwärts in den Bahr al-Ghazal (Gazellenfluss), der am 5.2.1863 erreicht wurde. Die Gebiete entlang des Gazellenflusses waren sumpfig und verseucht mit Malaria-Mücken. Am 25.2.1863 erreichte man den Rek-See (Meschra er Rek) im Quellgebiet des Gazellenflusses. Viele Expeditionsmitglieder waren erkrankt. Heuglin und S. erhielten den Auftrag, einen Landweg zum angrenzenden, gesünderen Gebirge zu suchen. Wegen der nahenden Regenzeit war Eile geboten - man musste auch verlorene Zeit aufholen, weil die Damen nicht auf Luxus verzichten wollten und an Land in Sänften getragen werden mussten. In der Nähe des Djurflusses bei Waw im südwestlichen Sudan erkrankte S. an Gallenfieber, einer seinerzeit häufigen Diagnose, die sich oft auf Typhus bezog, und verstarb nach drei Tagen. Seine Kameraden bestatteten ihn unter einer Baumgruppe nahe des Flusses.

Ergebnisse der Expedition

Die von S. verfassten Berichte besaßen große Bedeutung, weil viele der bereisten Gebiete von keinem Botaniker vor ihm erforscht worden waren. Er schilderte auf lebendige Weise jedoch nicht nur die Natur, sondern auch Land und Leute, so dass sie auch einen hohen ethnologischen Wert besitzen. Karl Koch wurde von Heuglin gebeten, S.s Aufzeichnungen und Sammlungen auszuwerten. Ein Teil der naturhistorischen Sammlung ging nach Görlitz. Seiner Beobachtungsgabe sind bemerkenswerte Entdeckungen zu verdanken. An ihn erinnern die Namen vieler von ihm beschriebener Pflanzenarten ("Steudneri"; "Steud" wird dagegen überwiegend dem Botaniker Ernst Gottlieb v. Steudel zugeordnet) sowie der von ihm in Afrika entdeckte Zwergwüstengecko ("Tropicolotes Steudneri"). Karl Koch hatte schon 1862 die Gattung "Steudnera K. Koch" aus der Familie der Aronstabgewächse nach S. benannt. Dieser hatte unter ungünstigen klimatischen Verhältnissen und von Krankheiten geplagt in der Kürze der ihm zur Verfügung stehenden Zeit mit seinen Expeditionskameraden wichtige Pionierarbeit geleistet. S. gehörte zu den ersten Opfern der deutschen Afrikaforschung des 19. Jahrhunderts.

Heuglin'sche Expedition nach Äthiopien

Die Expedition war seinerzeit umstritten. Sie hatte das eigentliche Ziel, Vogel zu finden, verfehlt - auch Munzinger und Kinzelbach mussten schließlich dessen Tod konstatieren. Es war Heuglin und S. zu danken, dass stattdessen eine überaus große Zahl wichtiger botanischer, mineralogischer und faunistischer Studien sowie weitere kartografische Arbeiten durchgeführt werden konnten. Sie hatten eigenverantwortlich entschieden, auf die aussichtslose Suche nach Vogel zu verzichten und stattdessen den wissenschaftlichen Untersuchungen den Vorrang zu geben. Die von S. gesammelten Pflanzen befinden sich heute in international bedeutenden Herbarien, darunter eine größere Anzahl in den Kew Royal Botanic Gardens London. Die gefundenen Gesteine hatte S. an Alexander Sadebeck gesandt, der sie der Deutschen Geologischen Gesellschaft zugänglich machte. Die Expedition wurde v. a. von Alfred Brehm verteidigt. Es sei vermerkt, dass S. mit privaten Mitteln von 500 Talern pro Jahr die Reise erst mit ermöglicht hatte.

Tinné'sche Expedition nach Zentralafrika

Mit S. verlor die Gruppe nicht nur einen wichtigen Naturforscher, sondern auch den Arzt. Weitere 4 der 9 Expeditionsmitglieder starben in der Folgezeit. Die Expedition konnte deswegen nicht alle Ziele erreichen. Sie wurde später von Georg Schweinfurth vollendet. Die umfangreichen Ergebnisse der Tinné'schen Expedition gerade auf botanischem Gebiet publizierte Theodor Kotschy unter dem Titel Plantae Tinneanae 1865 in Wien.

Im Gedenken an Hermann Steudner

S. verlor nie die Bindungen nach Görlitz. Er war Ehrenmitglied der Naturforschenden Gesellschaft, die aus seinem Nachlass beeindruckende Briefe aus Afrika an seine Mutter aufbewahrt. Görlitz gedachte dem früh Verstorbenen mit einem am 15.10.1874 unweit des Parkhäuschens im Stadtpark enthüllten Denkmal. Es bestand nach dem Entwurf des Berliner Bildhauers Eduard August Lürssen aus einem Obelisk, einer darauf stehenden, marmornen Porträtbüste sowie zwei seitlich aufgestellten Sphinxen. Die später angebrachte Bronzebüste fiel im 2. Weltkrieg dem Metallbedarf der Rüstungswirtschaft zum Opfer. Der Obelisk blieb erhalten und trägt noch immer seinen Namen. Die Reste des Denkmals befinden sich heute an der westlichen Friedhofsmauer. Görlitzer Heimatforscher bemühen sich seit 2010 um einen Wiederaufbau des Denkmals bis zum 150. Todestag im Jahre 2013.
<AutorenInfo>
Autor = Frank Fiedler, http://www.uwe-fiedler.name/frank-fiedler.html, 2007-2011
Quelle =
Quellenangaben von Special:CSV2B (bot):
*Biographische Sammlung OL II, Folie 105
*Wenzel, Horst: Sie starben im dunklen Erdteil. In: Biographische Sammlung OL III
Quellenangaben von User:Uwe Fiedler:
* "Zur hundertjährigen Wiederkehr des Geburtstages von Hermann Steudtner", 17.4.1932, in: Martin Noack, Ortschronist Görlitz, Niederschlesische Heimatblätter 1928 - 1939, CD-Version, Ordner 5
* Meyers Konversationslexikon, 1885-1892, Bd. 15, S. 309
* Friedrich Ratzel, Bayerische Akademie der Wissenschaften, Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 36, S. 155-156
* Löwenberger Heimatgrüße (Goldammer-Verlag Würzburg), Heinz Kulke: "Der Frühvollendete - Zum 100. Todestage Hermann Steudners, des aus Greiffenberg stammenden Afrikaforschers" (08/63), S. 3-5; "Dr. Hermann Steudner - der Afrikaforscher aus Greiffenberg" (09/72), S. 10-11; "Die Sippe der Steudner aus Greiffenberg" (03/80), S. 10-11
* Universitätsarchiv der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Mitteilungen 29.9.2007
* Karl Heinrich Emil Koch, "Nachruf", Wochenschrift des Vereines zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich preussischen Staaten, Wiegandt & Hempel [etc.], No. 30, Berlin, 25.7.1863, S. 1
* "Personalnotizen", Plant Systematics and Evolution, Springer Wien, Bd. 11, H. 3, 1861, 101-102; Bd. 13, H. 1, 1863, S. 335-337
* Ernst Haeckel, "Entwicklungsgeschichte einer Jugend, Briefe an die Eltern 1852/1856" (8.2., 17.2., 27.2., 1.6.1853), Leipzig, KF. Köhler, 1921
* R. König-Warthausen, "Zur Erinnerung an Theodor v. Heuglin", Journal of Ornithology, Springer Berlin / Heidelberg, Vol. 25, Nr. 1, 1877, S. 35-56
* Karl Heinrich Emil Koch, Wochenschrift des Vereines zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich preussischen Staaten, Wiegandt & Hempel [etc.], Berlin, 25.7.1862, S. 115
* Dr. Clemens Wimmer, Mitteilungen, Bücherei des Deutschen Gartenbaues e.V. Berlin & Karola Kröll, "Gießgefäße aus Ton. Zur Verwendung eines ungewöhnlichen Gartengeräts im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit", Zandera 19, Nr. 1, 2004
* F. Koernicke, Alf de Borre, "Notice sur la tribu des marantées suivie de la nomenclature des espèces dans les jardins", Annoot, 1860
* The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints (Familiendaten)
* Sitzungsberichte der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin, 1907
* Annelore Rieke-Müller, "Der Blick über das ganze Erdenrund - Deutsche Forschungsreisen und Forschungsreisende im 19. Jahrhundert bis zur Deutschen Afrika-Expedition 1860-1863", Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, Bd. 22, Heft 2-3, S. 113-123, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, 1999
* Dr. Schindler, "Nekrolog. Vorgetragen zur Hauptversammlung im October 1863", in: Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz, Bd. 12, S. 201-205, 1865
* Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz, Bd. 13, S. 8, 1868
* Mittheilungen aus Justus Perthes' Geographischer Anstalt über wichtige neue Erforschungen auf dem Gesammtgebiete der Geographie, Band 9, Verlag Perthes, 1863, S. 317
</AutorenInfo>

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